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Bei einer Hüftgelenk-Dysplasie fehlen im Hüftgelenk je nach Ausprägung verschiedene anatomischen Strukturen. Oder sie sind einer Veränderung unterlegen, die auf lange Sicht belastungsfreie Bewegungen unmöglich machen. Betroffene können gelegentlich bis ins hohe Erwachsenenalter damit leben. In den meisten Fällen ist die Dysplasie aber schmerzhaft, besonders nach dem Sport oder nach Anstrengungen. Viele schieben den Schmerz auf die angestrengten Muskeln, mitunter so lange, bis sogar langes Sitzen weh tut. Eine Diagnose per Röntgen verschafft Klarheit.

Unentdeckte Fehlstellung

Woher die Fehlstellung stammt, ist nicht in jedem Fall zu klären. Die Hüftgelenk-Dysplasie geht oft auf die Enge im Mutterleib zurück, wird aber auch vererbt. Bei Babys ist das Problem schnell zu beseitigen, etwa mit einer entsprechenden Bandage. Doch nicht alle Babys sind auf die Fehlstellung untersucht worden, und so lebt mancher Erwachsener mit einer Dysplasie. Ohne es zu wissen, ist das Hüftgelenk dann stärkerem und vorzeitigerem Verschleiß unterlegen als bei „normalen“ Gelenken.

Vorgeschriebene Untersuchung

Ein „Hüftscreening“, also eine Untersuchung der Hüfte, ist Bestandtteil der „U3“-Untersuchung für Babys in der vierten bis fünften Lebenswoche. Dabei untersucht der Kinder- oder Hausarzt per Ultraschall, ob mit den Hüftgelenken alles in Ordnung ist. Schätzungen gehen davon aus, dass bei rund ein bis drei Prozent aller Neugeborenen eine Hüft-Dysplasie diagnostiziert wird. Bei Mädchen ist das Risiko viel höher als bei Jungen.

Erwachsene Betroffene können auf Physiotherapie und auf Operationen hoffen. Je nach Verschleiß lassen sich sogar mit Übungen und Physiotherapie die Muskeln lockern, Verspannungen lösen und die Gelenke stabilisieren. In schweren Fällen hilft nur eine Operation, bei der die Vorgehensweise maßgeschneidert wird. Auch künstliche Gelenke können Abhilfe verschaffen.

Wussten Sie, dass…?

  • …die Hüftgelenk-Dysplasie bei Säuglingen in der Regel ohne allzu großen Aufwand erfolgreich behandelt werden kann?
  • …bei Erwachsenen die Beschwerden oft erst im Alter zwischen 30 und 40 Jahren zunehmen?

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