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Kniegelenk KreuzbandHalbmondförmiger Stoßdämpfer

Das Kniegelenk gehört zu den komplexesten Gelenken des menschlichen Körpers. Es kann nicht nur gestreckt und gebeugt werden, es ist in gewissem Umfang sogar drehbar. Eine wichtige Funktion kommt dabei dem Meniskus zu, besser gesagt dem Außen- und dem Innenmeniskus.

Ein Meniskus funktioniert wie ein halbmondförmiger Puffer zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein, also ein bisschen wie ein Stoßdämpfer mitten im Gelenk. Im Knie gibt es zwei Menisken, einen Innen- und einen Außenmeniskus. Sie bestehen weitestgehend aus widerstandsfähigem Bindegewebe und helfen dabei, Kräfte zwischen Ober- und Unterschenkel zu übertragen.

Das Alter, die meisten Sportarten, Berufe wie Fliesenleger, die die Knie stark beanspruchen, aber auch Gartenarbeit können zum Feind des Meniskus werden. Stellt sich nach einer abrupten Drehung plötzlich ein scharfer Schmerz im Knie ein, kann das ein Hinweis auf einen verletzten Meniskus sein. Diese Gelenkpuffer können durch hohe Beanspruchung reißen, verschleißen oder gequetscht sein. Es ist selten, dass Meniskusrisse von selbst heilen.

Durchgerissene oder angerissene Menisken können manchmal genäht werden, häufig wird aber der defekte Teil entfernt und gegebenenfalls durch ein Implantat ersetzt. Das ist nicht in jedem Fall notwendig. Grundsätzlich wird sich der behandelnde Arzt aber so viele Informationen wie nötig verschaffen wollen, um eine Diagnose sicher stellen zu können. Dazu gehört oft eine Gelenkspiegelung, auch bekannt als Arthroskopie. Mithilfe eines speziellen Instrumentes bringt der Arzt ein kleines optisches Element inklusive Lichtquelle in das Knie, um die verletzte Stelle buchstäblich in Augenschein zu nehmen. Dies geschieht unter lokaler Betäubung oder unter Vollnarkose.  

Wussten Sie, dass…?

  • …der Begriff „Meniskus“ ursprünglich im Griechischen einen mondförmigen Körper beschreibt – und dass der gleichnamige Knorpel im menschlichen Knie tatsächlich halbmondförmig ist?
  • … allein beim Gehen schon Kräfte auf das Knie einwirken können, die etwa dem 2,5-fachen des Körpergewichtes entsprechen?
  • … das Knie aufgrund seiner Anatomie sehr verletzungsanfällig ist – und dass die meisten Verletzungen beim Fußball und beim Skifahren entstehen?

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